Gegen das Vergessen – Junge Union gedenkt den Opfern des Holocaust

ann | Januar 27th, 2012 - 22:41

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 67. Mal. Bis 1945 ermordeten die Nationalsozialisten hier bis zu 1,5 Millionen Menschen. Eine unfassbare Zahl, die mit unsäglichem Leid für die Opfer der Vernichtungsmaschinerie und ihre Angehörigen verbunden ist.

Familien wurden getrennt, das Schicksal der Betroffenen für immer verändert. Auschwitz ist bis heute ein Synonym für die Abgründe des Menschen und ein Mahnmal für die Folgen des nationalsozialistischen Gedankenguts. Das Symbol für Terror, Tod und Vernichtung erinnert die nachfolgenden Generationen an unsere gemeinsame Aufgabe als Gesellschaft: Zu informieren, wo Geschichte in Vergessenheit zu geraten droht und zu warnen, wo neonazistische Überzeugungen Gehör finden wollen.

In Deutschland wird der 27. Januar seit 1996 zum Anlass genommen, an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erinnern. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage ist „Auschwitz“ für mehr als 90 Prozent der Befragten ein Begriff, 21 Prozent der unter 30- Jährigen Teilnehmer gelang es jedoch nicht, den Kontext richtig einzuordnen. Dies ist eine Entwicklung, die Anlass zur Sorge gibt. Nur wenn die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wachgehalten wird, werden die Errungenschaften unserer Demokratie und die Menschenrechte nicht als selbstverständlich angesehen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist nicht nur die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt, sondern zugleich aller Demokraten. Noch immer werden weltweit Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Sprache oder Religion verfolgt, vertrieben und müssen um ihr Leben und das ihrer Angehörigen fürchten. Die 2011 bekannt gewordene Mordserie der Zwickauer Neonazi-Zelle hat uns auf erschreckende Weise vor Augen geführt, dass Rechtsextremismus auch in der Bundesrepublik noch immer eine Gefahr darstellt. Als Mitglieder einer demokratische Gesellschaft sind wir alle gefordert, solchen rechtsextremen und fremdenfeindlichen Überzeugungen keinen Boden zu überlassen.

Die Junge Union Rotenburg/Wümme sieht eine sinnvolle Prävention gegen rechtsextremistisches Gedankengut vor allem in der gezielten Informierung und Aufklärung der Jugend verwirklicht. Gerade der persönliche Kontakt mit Zeitzeugen ist ein unermessliches Element der Vermittlung nationalsozialistischer Gräueltaten und der Stärkung der demokratischen Gesinnung. Die Veranschaulichung der Geschichte durch Gespräche mit Betroffenen oder den Besuch einer Gedenkstätte trägt zur Bewahrung der kollektiven Erinnerung bei. Zeugnisse nationalsozialistischer Gewaltherrschaft, wie das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag X B in Sandbostel, leisten heute einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen.

 

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